Bauanträge/Baugenehmigungen

Die Errichtung, Änderung, Nutzungsänderung und der Abbruch baulicher Anlagen sowie anderer Anlagen bedürfen meist einer Genehmigung.
Unter Änderung ist die nicht nur unerhebliche Umgestaltung einer baulichen Anlage, also beispielsweise der Dachgeschossausbau, zu verstehen.
Eine Nutzungsänderung ist die Änderung der genehmigten Benutzungsart einer baulichen Anlage. Eine solche liegt vor, wenn beispielsweise Wohnräume in Büronutzung, in eine Praxis oder eine gewerbliche Nutzung geändert werden. 

Verfahren

Wenn Sie die Erteilung einer Baugenehmigung möchten, ist zunächst ein Bauantrag einzureichen. Im Bauantrag ist das Vorhaben baurechtlich, vollständig und prüfbar darzustellen. Die Bauvorlagen sind in der Regel durch einen Bauvorlageberechtigten (z. B. Architekten) zu erstellen.
Im Baugenehmigungsverfahren prüft das Bauordnungsamt (eventuell unter Beteiligung anderer Dienststellen und Behörden) die Vereinbarkeit des jeweiligen Vorhabens mit den öffentlich-rechtlichen Vorschriften.
Sofern diese dem Vorhaben nicht entgegenstehen, wird eine Baugenehmigung erteilt, auf die der Antragsteller/die Antragstellerin (Bauherr) einen Rechtsanspruch hat. Der Bescheid ist drei Jahre gültig, das heißt, dass innerhalb dieser Zeit mit dem Bauvorhaben begonnen werden muss.
Auf Antrag kann die Baugenehmigung um ein Jahr verlängert werden. 

Vorhaben, die nicht genehmigt werden müssen

Es gibt einige Vorhaben, die genehmigungsfrei sind (§ 65 & 66 BauO NRW).
Das sind unter anderem:
  • Gebäude bis zu 30 cbm umbauten Raum wie zum Beispiel ein Gartenhaus (ohne Aufenthaltsräume, Ställe, Aborte oder Feuerstätten)
  • Pergolen
  • Werbeanlagen bis zu einer Größe von 1 qm
  • nicht überdachte Fahrzeugstellplätze bis zu 100 qm oder
  • Fahrradabstellplätze bis zu 100 qm (auch mit Überdachung)
Dabei sollten die Bauherren darauf achten, dass diese baulichen Anlagen – auch wenn sie genehmigungsfrei sind – den baurechtlichen Bestimmungen (Bauplanungs- und Bauordnungsrecht) entsprechen müssen.
Genehmigungsfrei sind nach § 65 und 66 BauO NRW auch Anlagen wie
  • Wärmepumpen
  • Feuerungs-, Abwasser- oder Wasserversorgungsanlagen
Vor der Benutzung solcher Anlagen muss dem Bauherrn jedoch eine Bescheinigung des Unternehmers oder eines Sachverständigen vorliegen, aus der hervorgeht, dass die Anlage den öffentlich-rechtlichen Vorschriften entspricht. Darüber hinaus sieht die Landesbauordnung in § 67 auch die Genehmigungsfreiheit für Wohngebäude, Stellplätze und Garagen vor.
Voraussetzung ist jedoch, dass das Vorhaben im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes liegt und dessen Festsetzungen nicht widerspricht, die Erschließung gesichert ist und die Gemeinde nicht innerhalb eines Monats nach Eingang der Bauvorlagen erklärt, dass das Genehmigungsverfahren durchgeführt werden soll.

Ihr Weg zur Antragstellung


Gebühren

Die Gebühren für die Bearbeitung sind abhängig vom Umfang des Bauvorhabens.
Je nach Verfahrensart beträgt die Gebühr:
  • bei Neubau oder Erweiterung von Gebäuden zwischen 0,6 bis 1 Prozent der Rohbausumme
  • bei baulichen Änderungen im Bestand 0,6 bis 1 Prozent der Herstellungssumme
  • bei Nutzungsänderungen zusätzlich 50,00 € bis 2500,00 €
  • bei Abbrüchen 50,00 € bis 1500,00 € je abzubrechender Anlage

Unterlagen

  • Bauantrag
  • Lageplan
  • ein beglaubigter Auszug aus der Liegenschaftskarte/Flurkarte
  • Bauzeichnungen
  • Baubeschreibung
  • Bauvorlagen nach der Bauprüfverordnung
  • bautechnische Nachweise
  • Erhebungsbogen für die Baugenehmigung
Je nach Bauvorhaben können sich weitere benötigte Anlagen zum Bauantrag ergeben.

Es hilft Ihnen weiter

Zuständige Organisationseinheit

Bauplanung und Liegenschaften

Stiftsplatz 7,
48301 Nottuln
E-Mail: sonntag@nottuln.de

Amt/Fachbereich

Bauplanung und Liegenschaften

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen rund um das Thema „Bauen” sowie die entsprechenden Formulare finden sich beim Serviceportal des Kreises Coesfeld unter der Rubrik  Dienstleistungen „Bauen&Wohnen”.