Munition- und Sprengstofffunde

Der Zweite Weltkrieg ist zwar schon vor über 70 Jahren zu Ende gegangen, doch Munition- und Sprengstofffunde aus dieser Zeit werden immer wieder gemacht. Patronen, Handgranaten oder Bomben liegen häufig entlang von Bahnlinien, werden bei Erdaushubarbeiten in Wohngebieten oder an alten Waffenstellungen wie zum Beispiel in den Baumbergen gefunden.
Fast 50 Prozent der Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland haben sich auf Nordrhein-Westfalen als industrielles Herz des ehemaligen Deutschen Reiches konzentriert. Die Großstädte an Rhein und im Ruhr, aber auch viele andere größere Städte im Land waren Ziel oft massiver Bombardierungen. Diese Altlasten des Zweiten Weltkrieges finden sich insbesondere in städtischen Ballungsräumen, an Verkehrsknotenpunkten und auf der Fläche damaliger Industrieanlagen.
Haben Sie einen solchen Fund gemacht, sollten Sie sich umgehend mit dem Ordnungsamt (Fachbereich 5, Ordnungswesen) in Verbindung setzen.
Außerhalb unserer Öffnungszeiten ist die Polizei unter 110 zu benachrichtigen.
Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, die Munition oder den Sprengstofffund selbst zu bergen oder gar mit nach Hause zu nehmen. Kampfmittel werden im Laufe der Zeit nämlich nicht ungefährlicher: Alter und Korrosion können die Gefährlichkeit von Fundmunition sogar noch erheblich erhöhen.
Die Beseitigung von Kampfmitteln und der Schutz der Bevölkerung vor den Gefahren, die von diesen Kampfmitteln ausgehen, ist deshalb noch immer eine wichtige öffentliche Aufgabe. Bei der Beseitigung von Kampfmitteln kommen die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe (KBD-WL) zum Einsatz.

Verhaltensregeln bei einem Kampfmittelfund

Zur eigenen Sicherheit sollten beim Auffinden von Kampfmitteln folgende Verhaltensregeln beachten werden:
  • Kampfmittel nicht berühren
  • wurden Kampfmittel versehentlich in die Hand genommen, bitte vorsichtig ablegen

Wurde das Kampfmittel durch eine Baumaschine erfasst oder bereits auf ein Fahrzeug verladen:
  • Kampfmittel in der Lage belassen
  • Maschine abstellen und sichern
  • (Weitere) Erschütterungen vermeiden
  • Arbeiten am Fundort einstellen
  • Fundstelle markieren
  • Fundort räumen
  • Unbefugte vom Fundort fernhalten und warnen
  • Polizei oder Ordnungsamt alarmieren

Es hilft Ihnen weiter

Zuständige Organisationseinheit

Ordnungswesen/Standesamt

Stiftsplatz 7,
48301 Nottuln
E-Mail: kohaus@nottuln.de

Amt/Fachbereich

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